Falsche Prioritäten. Ohne ein gemeinsames Bewertungsraster setzen sich in Kürzungsrunden häufig die Bereiche durch, die am lautesten argumentieren, nicht die mit dem größten Wertbeitrag.
Aufgeschobene Kosten. Was heute eingespart wird, taucht oft mit Aufschlag wieder auf, etwa als Notfallreparatur, teure Übergangslösung oder als Preis eines Sicherheitsvorfalls.
Sicherheitslücken. Sicherheitsmaßnahmen sind unbequem zu begründen, weil ihr Nutzen darin besteht, dass etwas nicht passiert. Genau deshalb landen sie in Kürzungsrunden schnell auf der Streichliste.
Wettbewerbsposition. Wenn ein relevanter Teil des Marktes gerade in Digitalisierung investiert, verschiebt ein pauschaler Investitionsstopp die eigene Position schrittweise nach hinten, auch ohne dass kurzfristig etwas spürbar wird.
Aus der STRATIQ-Projekterfahrung: Bei einem mittelständischen Modehersteller stand die IT unter deutlichem Budgetdruck. Statt pauschal zu kürzen, wurden im Assessment zunächst alle laufenden IT-Ausgaben und geplanten Vorhaben nach ihrem Beitrag zum Geschäft bewertet. Auf dieser Grundlage ließ sich unterscheiden, welche Investitionen tatsächlich verschiebbar waren und welche kurzfristig Wirkung zeigen würden. Das Budget wurde dadurch nicht größer, aber es floss gezielter dorthin, wo es messbar etwas bewirkte.